Fastendialogreise 2017

Fastenzeit – eine Zeit des Neuanfangs und der Freiheitssuche

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Die 40-tägige Fastenzeit bietet die Gelegenheit, alte Gewohnheiten zu verlassen, sich von falschen Abhängigkeiten zu lösen, die eigene Lebensweise zu überprüfen und zu korrigieren, um zu größerer Freiheit und Lebendigkeit zu finden. Damit bietet die Fastenzeit die Möglichkeit des Neuanfangs, der Veränderung, der Suche nach Freiheit. Gott will ja, dass ich frei werde, so frei, dass ich mich ganz meinem Ursprung und Lebensauftrag, dem Traum Gottes für mein Leben, zuwenden kann.

  1. Woche (ab Aschermittwoch):

Beginn der Fastenzeit. Wir Menschen sollen daran erinnert werden, uns auf das Wesentliche im Leben zu konzentrieren, uns neu zu orientieren, wieder auf den Kompass unseres Lebens zu schauen und eine nötige Kurskorrektur vorzunehmen. Dazu gehört das Fasten. Fasten ist ein bewusster Verzicht. Das Fasten ist die Speise der Seele. Wie die körperliche Speise stärkt, so macht das Fasten die Seele kräftiger und verschafft ihr bewegliche Flügel. (Chrysostomus)

  1. Woche (Fasten ist mehr):

Hunger ist ein erzwungener Verzicht auf Nahrung. Fasten hingegen Ist ein bewusster Verzicht, der einem höheren Zweck dient. Es ist auch ein Loslassen alter Gewohnheiten, ein sich Lösen von Süchten, Begierden und Abhängigkeiten. Es muss nicht immer um körperliches Fasten/Abnehmen gehen – entrümpeln wir zur Abwechslung unsere Wohnung, seien wir weniger kritisch (Kritik-Fasten) und streichen jeden Tag das Positive über Mitmenschen heraus , lassen wir ganz einfach unser Auto zu Hause stehen (Auto-Fasten) und kaufen wir bewusst weniger ein (Konsum-Fasten).

  1. Woche (Fasten ist mehr)

Fastenzeit – das ist auch die Zeit für die Gegenwart, die Zeit der Ruhe, Stille und Besinnung, der Achtsamkeit und Wahrnehmung. Wir öffnen die Sinne, drosseln unser alltägliches Tempo, rüsten unser Denken ab. Wir reduzieren unsere Aktivitäten, schalten das Handy ab, lesen die Facebook-Updates nicht, gehen bewusst mit der Zeit um, anstatt sie zu verschwenden. Anstatt dessen füllen wir die Zeit mit Schönem.

  1. Woche (Fasten ist Begegnung – wir schauen uns selbst an):

Die Fastenzeit soll uns helfen, dass wir zu Gott, zu unserem Nächsten, gegenüber unserem Partner, der Partnerin, zu uns selbst, eine neue Beziehung finden. Vorher müssen wir aber erst einmal darauf schauen, wie es jetzt ist. Wir schauen ehrlich unser eigenes Leben an. Dabei entdecken wir Stärken und Schwächen an uns selber. Wir dürfen stolz und dankbar sein auf das, was gut ist. Aber kein Mensch ist perfekt. Jeder darf auch seine schwachen Seiten haben. Oft braucht es Mut, diese Schwachpunkte anzusehen.

  1. Woche (Ziele und Sehnsüchte):

Es ist eine große Gefahr, sich auf dem Erreichten, Guten, auszuruhen und es sich gemütlich einzurichten. Jeder Mensch braucht auch immer ein Ziel, auf das hin er sich ausstrecken kann. In der Fastenzeit möchten wir uns daher bewusst ein Ziel setzen, auf das hin wir uns ausstrecken. Das muss nichts Großes sein. Vielleicht erspüren wir einen Traum in uns, ein Ziel, wonach sich unser Herz sehnt. Wir können uns fragen: leben wir selbst noch in unserer Mitte, leben wir ehrlich und authentisch? Erspüren wir unseren persönlichen Auftrag für das Leben? Welchen Traum hat Gott von unserem Leben?

  1. Woche (Weg zur Freiheit):

Die Fastenzeit will uns helfen, dem Ziel unserer Sehnsucht näher zu kommen. Der Verzicht auf manche Annehmlichkeiten hilft uns bei der Befreiung von falschen Abhängigkeiten. Manches müssen wir loslassen, um frei zu werden für Neues, das uns begegnen will. Doch nur, wenn wir das Ziel vor Augen haben, kann der Verzicht seine positive Kraft entfalten. Wir müssen die Freiheit nützen, die entsteht, wenn wir unsere Fesseln durchbrechen.

  1. Woche (unser Mühen vor Gott):

Bei all unseren Anstrengungen, ein gutes Leben zu führen, die wir nun in der Fastenzeit wieder etwas verstärken, müssen und dürfen wir immer wieder auf die Hilfe Gottes vertrauen. Denn für Gott kommt es vor allem darauf an, dass wir gut sein wollen. Wie die Apostel können wir sagen: Herr, ich habe die ganze Nacht gefischt und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. (Lk 5,5-7)

Die gesamte Dialogreise wurde auch veröffentlicht unter http://www.marriage-encounter.at/we-teilnehmer2/?p=5189

Viel Freude beim Schreiben und Austauschen!

Bild: pixabay

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