In unserem Beziehungsgarten gibt es viele versteckte Plätze, dunkle Ecken und verwunschene Hohlwege. Diese stehen für Dinge, die wir nicht gerne ans Tageslicht bringen wollen, Geheimnisse, Gedanken oder Gefühle, die wir nicht herzeigen wollen, oder vielleicht Themen, die uns unangenehm sind, weil wir nicht wissen, wie der andere darüber denkt, für Ängste aller Arten.
WFIM, wenn ich an diese dunklen Ecken unseres Beziehungsgartens denke? Welche Gefühlsfamilie kommt dabei zum Klingen?
Als Beziehungsgärtner werden wir fast täglich vor die Herausforderung gestellt, entscheiden zu müssen, was wir in unserer Beziehung wachsen lassen wollen und was zurückgeschnitten, also eingedämmt werden soll. Die Frage, die dahintersteht, ist, welche Grenzen wir ganz persönlich haben oder welches Verhalten/welche Umstände unserer Beziehung förderlich sind oder eben nicht.
WFIM, wenn ich an das Bild vom Wachsen-Lassen und Zurückschneiden denke? Welche Beispiele kommen mit da in unserer Beziehung in den Sinn? WFIM, wenn ich dir das mitteile?
Wenn wir unsere Beziehung mit einem Garten vergleichen, dann fällt auf, wie viele verschiedene Räume sich darin befinden: die Blume der kleinen Aufmerksamkeiten, der Lebensbaum der Kinder, der versunkene Garten unserer tiefsten Empfindungen, das Schloss unserer Liebe, der Turm der Einsamkeit, der verborgene Garten unserer Geheimnisse, die Hecke unserer Konflikte, der Brunnen des Unterbewussten, der Hängesessel der Entspannung…
Ich suche mir einen genannten Raum aus (oder finde einen neuen), der mich besonders angesprochen hat. WFIM, wenn ich an diesen Raum unseres Beziehungsgartens denke? Welche Gefühlsfamilie kommt da in mir zum Klingen?
WFIM, wenn ich auf die bisherige Fastenzeit zurückblicke? Welche Gefühlsfamilie (Freude, Angst, Trauer oder Wut) ist dabei besonders in mir in Schwingung? WFIM, wenn ich dir das mitteile?
Wir sind es gewohnt, den Lichtschalter zu betätigen, um den Raum zu erhellen. Aber wie wäre es, einen Abend nur bei Kerzenlicht zu verbringen? Dadurch eröffnet sich ein neuer Blick – alles erscheint wortwörtlich in einem anderen Licht.
Advent ist die Zeit, in der man Wege legt: Wege, die kaum mehr begangen sind, Wege, die abgebrochen waren, neue Wege, Wege von Mensch zu Mensch, vom Mann zu seiner Frau, von der Frau zu ihrem Mann, von den Eltern zu ihren Kindern, von den Kindern zu ihren Eltern, Wege zu den Nachbarn, zu den Arbeitskollegen, Wege zu den Fernstehenden, zu Menschen in Not.
Advent ist die Zeit, in der man einander Lichter ansteckt: ein Licht der Anerkennung, ein Licht der Aufmunterung, ein Licht der Verzeihung, ein Licht der Liebe, ein Licht der Freude, ein Licht der helfenden Tat.
Wir tun dies, weil ER so begonnen hat, Gott unser Vater. ER hat zu uns einen Weg gelegt, damit wir zu IHM finden. ER hat uns ein Licht angesteckt, damit wir nicht im Finstern und im Todesschatten sitzen. Lasst uns Wege legen und Lichter anstecken – dann ist wirklich Advent.
Wie geht es mir momentan mit den aktuellen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie? Welche Gefühlsfamilie ist vorherrschend: Angst, Freude, Trauer oder Wut? WFIM, wenn ich dir das mitteile?
Am Sonntag nach Ostern feiert die ME-Gemeinschaft Österreich den Emmausgang, d.h. sie spürt dem Evangelium Schritt für Schritt nach und möchte – gemeinsam mit den beiden Jüngern – auf dem Weg Jesus begegnen.
Station 1: Am Beginn der Weges
Welche Dinge beschäftigen mich und lassen mich los? Wovor möchte ich am liebsten davonlaufen? WFIM, wenn ich dir das mitteile?
Station 2: Und sie waren wie mit Blindheit geschlagen
Ich bleibe stehen – setze mich hin und nehme meine direkte Umgebung ganz bewusst wahr. Ich schaue genau hin und entdecke etwas, was mir auf dem ersten Blick verborgen geblieben ist. Ich öffne meine Ohren und werde still, um die leisen Töne aus dem Rauschen herauszuhören. Ich schließe meine Augen und fühle den Frühling. WFIM jetzt?
Station 3: Und sie erkannten ihn beim Brechen des Brotes
Wann bin ich zuletzt jemandem wirklich begegnet und was hat diese Begegnung in mir ausgelöst? WFIM, wenn ich dir das mitteile?
Station 4: Und sie kehrten nach Jerusalem zurück
Wie habe ich die Karwoche und die Osterzeit bisher erlebt? Was gibt mir Kraft und Hoffnung auf die Zukunft? WFIM, wenn ich dir das vertrauensvoll mitteile?
Schon von Anbeginn an haben die Christen einander mit dem Wunsch „Pax tecum“ den Frieden zugesagt. WFIM, wenn ich dir diesen Frieden heute am Ostersonntag zusage?
Jesus preist diejenigen selig, die Frieden stiften. Wann habe ich in letzter Zeit eine solche Friedens-Stiftung erlebt? WFIM, wenn ich dir davon berichte?
Der heilige Benedikt hat die Grundregel „Ora et labora“ empfohlen, also einen Ausgleich aus Ruhe und Arbeit. WFIM, wenn ich daran denke, wie die Balance zwischen Ruhe und Arbeit in meinem Berufsalltag ausfällt? WFIM, wenn ich dir das schreibe?
Der Herr ist mein Hirte, / nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen / und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Er stillt mein Verlangen; / er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
(Psalm 23)
WFIM, wenn ich den Zuspruch Gottes im Psalm 23 höre, dass ich „zum Ruheplatz am Wasser geführt“ werde? WFIM, wenn ich dir das mitteile?
Gerade in Krisenzeiten ist es besonders schwer, Ruhe und Frieden zu finden. Dieser Mangel kann sich auch auf uns als Paar auswirken. Deswegen haben wir unsere heurige Fastendialogreise dem Thema „Ruhe und Frieden“ gewidmet, die bis Ostern auf diesem Blog veröffentlicht wird.
Was verbinde ich mit dem Begriff „Ruhe“? WFIM, wenn ich dir das mitteile?
Wie fühle ich mich, wenn ich auf das vergangene Jahr 2020 zurückblicke und wenn ich auf das kommende Jahre 2021 vorausblicke? Welche Gefühlsfamilie ist da jeweils bei mir im Vordergrund.
Beim Licht der dritten Kerze betrachtet: Was habe ich seit Anfang dieses Advents an Positivem gesammelt, das ich jetzt schon teilen kann. WFIM beim Gedanken daran?
Der schwache Schein der ersten Kerze ist ein erster Schritt, ein zaghaftes Zeichen, ein Wegweiser. WFIM bei dem Gedanken daran, dass wir am Anfang des Weges sind?
Für die heurige Adventdialogreise, die ab 29. November in regelmäßigen Abständen auf diesem Blog veröffentlicht wird, haben wir uns vom Adventlied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ inspirieren lassen.Dieses Lied enthält viele Themen, die in der Adventzeit auch für unsere Beziehung fruchtbar gemacht werden können: heilige Zeiten, für den anderen da sein, die Dankbarkeit für Gottes Begleitung, den Beitrag, den wir durch unsere Beziehung leisten, um die Welt gütiger und lichter zu machen.Wir wünschen euch eine beziehungsreiche und besinnliche Adventzeit und Gottes Gegenwart in all euren Beziehungen!
Die Pflege unseres Beziehungsgartens ist in diesen Zeiten schwieriger und herausfordernder geworden. Welche Pflanzen in unserem Beziehungsgarten möchte ich wachsen lassen, welche brauchen einen Rückschnitt? WFIM, wenn ich an unsere gemeinsame Gartenarbeit denke?